Worauf es beim Staubsauger-Kauf ankommt

Die Anschaffung eines Staubsaugers will wohl überlegt sein, denn der Markt ist groß und unübersichtlich. Da ist es hilfreich, nicht komplett auf die Beratung im nächstgelegenen Elektromarkt angewiesen zu sein, sondern sich vorab selbst ein Bild davon zu machen, worauf es beim Kauf eines Staubsaugers ankommt. Zu beachten sind Hersteller, Größe, Gewicht, Design, Ausstattung, Preis, Langlebigkeit, Beuteleigenschaften und selbstverständlich die pure Reinigungskraft. Doch auch hier gilt es aufzupassen, denn hohe Wattzahlen bedeuten nicht gleich hohe Saugleistung. Der langfristige Stromverbrauch sollte ebenso bedacht werden. Darüber hinaus kann es nicht schaden, eine grobe Vorstellung von der Lautstärke des gewünschten Kaufobjektes zu haben, um sich nicht später über Ohrenschmerzen oder beleidigte Nachbarn ärgern zu müssen. Bei der Wahl des optimalen Staubsaugers gibt es als eine ganze Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Eine hilfreiche Übersicht über aktuelle Staubsauger findet man z.B. auf dem Staubsauger-Testportal.

Handhabung und Ausstattung

Staubsauger im Einsatz

Der erste Eindruck ist auch beim Staubsauger nicht unwichtig. Einen schweren Klotz mit geringer Kabellänge und kurzem Saugschlauch möchte niemand sein eigen nennen. Daher lohnt es sich, neben dem offensichtlichen Preis und der reinen Leistung auch auf die Handhabung und Ausstattung eines Saugers zu blicken. Der Reinigungsvorgang sollte eine natürliche, rückenschonende Haltung ermöglichen, die Länge des Teleskoprohrs sollte dabei verstellbar und so genau an die eigene Körpergröße anzupassen sein. Die Räder sollten gummiert sein und sich leichtläufig über jeden Untergrund – ob Parkett, Laminat oder Teppich – rollen können (es gilt: Je mehr Rollen, desto mehr Wendigkeit). Hierzu empfiehlt es sich, vorher ganz genau festzulegen, für welchen Einsatzzweck der Bodenstaubsauger angeschafft werden soll. Die Knöpfe und Einstellungen sollten selbsterklärend sein und die Saugleistung sollte regulierbar sein. Jeder Staubsauger besitzt daneben ein gewisses Zubehörpaket. Verschiedene Fugendüsen (lang, schmal) und Bürsten (Matratzen oder Polster) für jede denkbare Einsatzmöglichkeit sollten selbstverständlich sein. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die Größe eines Staubsaugers noch lange keinen Hinweis auf die Saugleistung gibt, denn mittlerweile gibt es viele recht leichte Geräte unter 5 kg, die eine sehr beachtliche Saugleistung aufweisen können

Mit oder ohne Beutel?

Die Argumente für Staubsauger ohne Beutel liegen auf der Hand: Keine Folgekosten für Staubbeutel und das Versprechen der Hersteller, keinen Saugkraftverlust zu haben. Hier gibt es keine klare Empfehlung – beide Systeme haben ihre Vorteile. Beutellose Geräte sind in der Anschaffung zumeist deutlich teurer als Sauger mit Beutel aufgrund ihrer komplizierteren Motortechnik und aufgrund des Umstandes, dass man als Nutzer ja schließlich nie mehr Filtertüten nachkaufen muss. Der Hersteller Dyson ist der berühmteste Vertreter der beutellosen Technik und wirbt mit besonders hochpreisigen, jedoch qualitativ achtbaren Saugern ab 200 Euro. Mittels beutelloser Zyklontechnik wird dabei die eingesaugte Luft verwirbelt und in diesem Prozess Schmutz und Luft getrennt, sodass der Schmutz sich im Staubbehälter sammelt. Problem: Die erhöhte Lautstärke der Zentrifuge und hin und wieder entweichender Staub beim Reinigen des Geräts.

Reinigungsfähigkeit

Staubsauger Reinigungskraft

Hersteller überbieten sich gerne mit hohen Watt-Angaben in der Werbung. Doch die tatsächliche Reinigungsfähigkeit leitet sich vielmehr aus der Konstruktion der Luftführung zusammen mit der HEPA-Filtertechnik (High Efficiency Particulate Airfilter, für Allergiker ein Muss) und der benutzten Saugdüse her. Heutzutage kommt jedes halbwegs ordentliche Gerät mit Hartböden wie Laminat zurecht. Knifflig bleibt es jedoch noch immer bei hartnäckigen Teppichböden, welche deutlich mehr Leistung erfordern für ein gelungenes Resultat. Das erwähnte HEPA-Filtersystem sorgt bestenfalls zusammen mit einem qualitativ hochwertigen, dichten Gehäuse dafür, dass weder Staub und Schmutz, noch störende Geräusche aus dem Inneren nach Aussen dringen. Wer also auch abends noch saugen möchte, der sollte auch ein geräuscharmes Gerät mit weniger als 70 DB achten.

Stromverbrauch

Der Wettbewerb um die höchste Watt-Anzahl hat dieses Jahr ein jähes Ende gefunden. Ähnlich wie bei Glühbirnen ist auch hier die EU eingeschritten und hat für die Vorgabe gesorgt, dass ab 2014 keine Staubsauger mehr mit einer Leistung von mehr als 1600 Watt verkauft werden dürfen, ab 2017 dürfen die Gerät sogar nur noch höchstens 900 Watt Strom verbrauchen. Dadurch wird einmal mehr deutlich, dass beim Staubsaugerkauf (und damit verbunden: Reinigungskraft) nicht nur die Motorleistung eine Rolle spielen sollte, sondern das Zusammenspiel der Gesamtkonstruktion.